Category Archives for Genuss

Whisky / Whiskey für Anfänger

 
Whisky hat seinen Ursprung im 5. Jahrhundert, als christliche Mönche anfingen den edlen Tropfen herzustellen. Ob das eigentliche Ursprungsland Irland oder Schottland ist, ist bis heute nicht ganz klar. Gewiss ist nur, dass sich der Whisky, der in den Gaststätten der Klöster genossen werden konnte, schnell großer Beliebtheit erfreute. Aber wie wird der Whisky eigentlich genau hergestellt? Die Whiskyherstellung verfolgt in den Grundzügen immer dasselbe Prinzip, aber was die genaue Verarbeitung angeht unterscheiden sich die einzelnen Destillerien sehr stark. Das ist letztlich der Grund, warum jeder Whisky anders schmeckt und seinen ganz eigenen Charakter hat.

Die Whiskyherstellung

Der erste Schritt der Whiskyherstellung ist das Mälzen, also das Keimen der Gerste. Die ist der Grundstoff für den Whisky und muss zum keimen gebracht werden, damit sie den für die Alkoholherstellung wichtigen Zucker freisetzt. Dazu wird die Gerste in Wasser eingeweicht und dann alle paar Stunden gewendet. Nach etwa fünf Tagen ist die Gerste fertig gekeimt und wird anschließend getrocknet, um den Keimungsprozess zu stoppen. Die Trocknung geschieht dabei über einem Torffeuer, das auch für das charakteristische Aroma des Whiskys sorgt. Nur noch wenige traditionelle Destillerien wie beispielsweise Bowmore auf Islay verfügen noch über einen traditionellen Mälzboden, weil dieses Verfahren sehr aufwändig ist. Die meisten Destillerien lassen ihre Gerste von großen Mälzereien mälzen.

Der zweite Schritt der Herstellung ist das Maischen. Dabei wird die Gerste zunächst zu Grist gemahlen und anschließend in einem großen Topf mit heißem Wasser aufgegossen. Dabei löst sich der Zucker der Gerste heraus. Die Flüssigkeit wird dann vom Brei getrennt und abgekühlt um mit der Gärung fortzufahren. Der Brei selbst kann als Viehfutter weiter verwendet werden.

Für die Gärung wird Hefe zur Flüssigkeit hinzugegeben. Hierbei entsteht eine Art Starkbier, das rund 8 bis 10 Prozent Alkohol hat. Das hat einen sehr eigenen Geschmack, manche Menschen lieben es und anderen schmeckt es überhaupt nicht. Die Flüssigkeit wird im nächsten Schritt zweimal destilliert, dabei entsteht eine hochprozentige und durchsichtige Flüssigkeit. Die wird dann in Fässer abgefüllt um zu reifen und nach dem Reifeprozess abgefüllt und verkauft.

Reifung: der Schlüssel zum Geschmack

Der Reifungsprozess ist der wichtigste Teil der Whisky Herstellung, wobei natürlich auch bei den vorangegangenen Schritten wichtige Charakteristiken des Aromas erzeugt werden. So entsteht die “Rauchigkeit” des Whiskys beim trocknen der Gerste. Und der Rauchgehalt hat einen großen Einfluss auf den Geschmack, wie Ardbegs Octomore geschmackvoll beweist.

Ein weiterer großer Einflussfaktor für das Aroma sind die verwendeten Zutaten. Die Herkunft des Getreides und auch die Herkunft des Wassers können sich später im Aroma niederschlagen. Die Auswahl des richtigen Getreides kann eine Wissenschaft für sich sein, viele Brennereien greifen jedoch traditionell auf das Getreide in ihrem Umfeld zurück. Das sorgt für einen für eine bestimmte Region charakteristischen Geschmack. Das Fass besitzt aber eine noch entscheidendere Rolle.

Wichtig ist dabei vor allem die Art des Holzes und die frühere Verwendung des Fasses. Alte Weinfässer sorgen zum Beispiel für eine besonders dunkle Färbung des Whiskys und für einen süßen Geschmack. Häufig werden die Fässer während der Reifung auch durchgewechselt. Häufig werden Weinfässer dann für die letzte Phase der Lagerung verwendet, um dem Whisky den letzten Schliff zu geben.

Die optimale Zeitspanne zur Abfüllung des Whiskys liegt bei einem Alter von 10 bis 15 Jahren. Dann hat der Whisky ein kräftiges Aroma bekommen und noch einen hohen Alkoholgehalt von 40 bis teilweise über 50 Prozent. Mit der Zeit wird der Inhalt der Fässer immer geringer, da sich der Alkohol über die Jahre verflüchtigt. Whiskys in Fassstärke werden direkt in die Flaschen abgefüllt. Sie schmecken besonders aromatisch weil sie unverdünnt sind, jedoch bevorzugen viele Genießer eine Verdünnung, da der Alkoholgehalt sehr hoch ist. Dabei wird der Whisky aus dem Fass mit Wasser vermischt, um den Alkoholanteil zu senken. Es lohnt sich bei jedem Whisky einmal die Fassstärke auszuprobieren oder den Whisky mit Wasser zu verdünnen. Dabei können jeweils ganz andere Aromen freigesetzt werden und das Erlebnis somit verstärkt.

Wo liegt der Unterschied zwischen Whisky und Whiskey?

Die Wortbedeutung lautet in beiden Fällen “Wasser des Lebens” und hat sowohl einen schottischen als auch einen irisch-gälischen Ursprung. Whisky meint im Allgemeinen schottischen und kanadischen Whisky, Whiskey dagegen irischen und amerikanischen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts bezeichnete man noch alle Whiskysorten als “Whisky”. Um sich von der schottischen Konkurrenz abzuheben fingen irische Brennereien dann aber an, ihre Produkte als “Whiskey” anzubieten. In Amerika sind heute beide Schreibweisen geläufig.

Single Malt oder Blended Whisky?

Auch die Begrifflichkeiten Single Malt Whiskey und Blended Whisky haben eine Bedeutung, die auf ihre Herstellung zurückgreift. Single Malt Whiskey muss zwei Kriterien erfüllen. Zum einen darf ausschließlich gemälzte Gerste für ihn verwendet werden und zum anderen darf er nur aus einer Brennerei stammen, es dürfen also nicht einfach mehrere Whiskys miteinander vermischt werden. Blended Whiskys sind dagegen Mischungen aus verschiedenen Whiskys, die teilweise noch einmal zusätzlich im Fass gelagert werden. Dadurch entstehen nicht nur besondere Aromen sondern auch ein immer gleich bleibender Geschmack.

Mate Tee – die gesunde Alternative zu Kaffee?

In Deutschland ist Kaffee ein beliebter Wachmacher, der als Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino meist mehrfach am Tag genossen wird. Wenn es schnell gehen muss, greifen viele Männer auch zu Energy-Drinks, um den Körper rasch mit Koffein zu versorgen und die Leistungsfähigkeit wieder zu erhöhen. Es gibt aber auch Alternativen zu Kaffee, die deutlich gesünder sind. Dazu gehört zum Beispiel der Mate-Tee, der sich seit einiger Zeit als gesunde Kaffeealternative einer wachsenden Beliebtheit erfreut.

Mate-Tee – Was ist das überhaupt?

Mate Tee wird vom Mate-Strauch gewonnen, der auch als Mate-Baum bezeichnet wird. Er gehört der Gattung der Stechpalmen an und stammt aus Südamerika. Das Getränk wird aus den Blättern des Strauchs gewonnen, die zunächst getrocknet werden und einen speziellen Fermentationsprozess durchlaufen müssen, damit der fertige Mate-Tee seinen typischen Geschmack erhält. Mate-Tee hat einen erdigen und rauchigen Geschmack mit einer leicht süß-säuerlichen Note. Insgesamt schmeckt der Mate-Tee recht fruchtig, er kann aber auch einen bitteren Nachgeschmack haben. In Argentinien ergänzt man den Mate Tee gerne mit weiteren Zutaten wie Kirsche, Orange, Pfefferminze oder Zimt, um die interessante Note des Tees noch besser zur Geltung zu bringen.

Mate Tee Wirkung und Eigenschaften

Mate ist reich an Vitaminen, Gerbsäuren und Koffein. Die verschiedenen Inhaltsstoffe bringen den Stoffwechsel in Schwung. Somit weckt Mate-Tee Körper und Geist auf gesunde Art und Weise und erhöht gleichzeitig die Konzentrationsfähigkeit.

Die folgende Liste bietet einen guten Überblick über die besondere Mate Tee Wirkung:

  • Stimulierend wie Kaffee, jedoch mit einer deutlich länger anhaltenden Wirkung
  • Leistungsfördernd und konzentrationssteigernd, daher ideal vor dem Sport oder dem Lernen
  • Stillt den Hunger und ist deshalb gut als Tee zum Abnehmen geeignet

Wer vor der Mahlzeit eine Tasse Mate-Tee trinkt, zügelt seinen Appetit. Nicht umsonst ist Mate-Tee aus diesem Grund ein beliebter Tee zum Abnehmen. Bei Kälte wärmt Mate-Tee den Organismus rasch von innen heraus auf. Außerdem gilt Mate als harn- und schweißtreibend. Er sorgt dafür, dass die Produktion von Magensäften gesteigert wird, was sich positiv auf die Verdauung auswirkt.

Die richtige Zubereitung von Mate-Tee

Es gibt verschiedene Zubereitungsarten für Mate-Tee. Er kann auf traditionelle Weise zubereitet und aus einer Kalebasse getrunken werden. Allerdings ist es auch möglich, ihn mithilfe von herkömmlichen Teebeuteln aufzugießen.

Die traditionelle Mate Tee Zubereitung

Die traditionelle Zubereitung des Mate-Tees ist tatsächlich eine Wissenschaft für sich. Benötigt wird auf jeden Fall eine sogenannte Kalebasse. Sie wird hergestellt, indem man das Stielende eines Flaschenkürbisses aushöhlt und trocknen lässt. Dafür wird der Flaschenkürbis quer durchgeschnitten, sodass ein becherähnliches Gefäß entsteht. Es kann ausgehöhlt und anschließend getrocknet werden. Alternativ kann eine Kalebasse aus Holz eingesetzt werden. Die Kalebasse muss auf jeden Fall entsprechend vorbereitet werden, bevor der erste Mate-Tee aus ihr genossen wird: Dafür wird der Boden mit den Teeblättern des Mate ausgelegt und anschließend mit Wasser übergossen. Nach einer Ziehzeit von 24 Stunden wird das Gefäß entleert und erneut getrocknet.

Die eigentliche Zubereitung des Mate-Tees gestaltet sich wie folgt:

  • Die Kalebasse wird mit den Mate-Blättern gefüllt
  • Die Blätter werden leicht mit Wasser angefeuchtet und an den Rand der Kalebasse gedrückt
  • Nun müssen die Blätter eine Weile durchziehen
  • Danach füllt man den Mate-Tee mit heißem Wasser (95 Grad Celsius) auf
  • Dabei sollte man darauf achten, dass der Tee langsam in das Gefäß fließt
  • Anschließend kann der Tee genossen werden

Mit den richtigen Materialien und Werkzeugen ist es kein Problem, den Mate-Tee auf traditionelle Art und Weise aufzugießen und anschließend zu genießen. Bei dieser Zubereitungsform können sich die vielseitigen Wirkungen des Tees am besten entfalten.

Die Mate Tee Zubereitung funktioniert auch ohne Kalebasse

Obwohl sich der Geschmack und die vielseitigen Wirkungen des Mate-Tees nur bei der traditionellen Zubereitung optimal entfalten können, gibt es auch die Möglichkeit, den Mate-Tee mit herkömmlichen Teebeuteln aufzugießen. Auch dann schmeckt der Tee nach wie vor sehr gut, allerdings ist der Geschmack nicht so intensiv. Die Ziehzeit des Tees ist auf der jeweiligen Verpackung zu finden und sollte streng eingehalten werden, denn der Mate-Tee gehört zu den Arzneitees.

Wie wird Mate-Tee getrunken?

Traditionell wird der Mate-Tee direkt aus der Kalebasse oder einer speziellen Thermoskanne aus Metall getrunken. Außerdem benötigt man die eine sogenannte Bombilla. Dabei handelt es sich um ein Trinkröhrchen, welches am unteren Ende mit einem Filter versehen ist. Es sorgt dafür, dass das Getränk aufgenommen werden kann, ohne feine Teepartikel zu verschlucken. Der Tradition entsprechend trinkt der Gastgeber die ersten ein oder zwei Aufgüsse des Mate-Tees selbst, da sie meist recht bitter schmecken. Die späteren Aufgüsse sind milder und werden dann an die Gäste weitergereicht. Selbstverständlich kann zum Trinken des Mate-Tees auch eine normale Tasse aus Metall oder Porzellan verwendet werden. Allerdings entsprechen diese Gefäße nicht der Tradition.

Neuer alter Trend – Craft Beer

Was ist Craft Beer?

Fast jeder hat es irgendwo schon einmal gehört – Craft Beer – aber was ist Craft Beer? Es klingt besonders, qualitativ hochwertig und interessant – und das ist es auch.
Als Craft Beer bezeichnet man gemeinhin handwerklich gebrautes Bier von unabhängigen Brauereien. Es ist nicht unbedingt massentauglich, sondern zeichnet sich durch Kreativität und Leidenschaft aus.

Ursprung

Zwar schwappt der Trend erst in den letzten Jahren nach Deutschland, allerdings findet Craft Beer seinen Ursprung bereits in den 70er Jahren in den USA. Da sich die Auswahl an verschiedenen Sorten zu der Zeit sehr in Grenzen hielt, begann man mit hobbymäßiger Braukunst in Garage und Keller. Heute sind 10% des in den USA getrunkenen Biers Craft Beer.

Sorten

Die Liste der verschiedenen Craft Beer Sorten ist lang, alle Nase lang sprießt eine neue Craft Beer Brauerei aus dem Boden. Die Hauptsorten lassen sich folgendermaßen unterteilen:

Bier - Deluxe Selection Craft - Beer - Kennenlern - Paket - Deutschland (12 x 0.33 l)

Craft Beer Set bei Amazon
Super Geschenkidee!

Pale Ale

Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 4,5-5,5 %

India Pale Ale

Dies ist ein doppelt gehopftes Pale Ale mit meist höherem Alkoholgehalt. Es entstand in der Zeit der indischen Kolonien. Der Geschmack variiert stark von fruchtig, grasig bis harzig.
Der Alkoholgehalt schwankt zwischen 3,2-9%

Porter

Das Porter ist ein dunkles obergäriges Bier und war bei den Londoner Hafenarbeitern des 18. Jahrhunderts sehr beliebt. Es zeichnet sich durch die verwendeten Röst-Karamell-Malze aus und hat die Geschmacksnoten Kakao, Kaffee, Nuss, Karamell. Meist existiert eine feine Säure.
Der Alkoholgehalt liebt bei ca. 5%

Stout

Das Stout ist eine stärkere Variante des Porters und wurde früher sogar als Stout Porter bezeichnet. Es ist ebenfalls ein obergäriges Bier mit tiefschwarzer Farbe und einer ausgeprägten cremefarbenen Schaumkrone.
Der Alkoholgehalt liegt bei 3-5%

Lager

Dieses untergärige Bier ist herb, aber auch malzig süßlich im Geschmack. Eine der bekanntesten Lager Sorten ist wohl das Pilsener.
Der Alkoholgehalt liebt bei ca. 4,6-5,6%

Barley Wine

Durch die Konflikte mit Frankreich war England im 18. Jahrhundert zeitweise fast komplett von der Weinversorgung abgeschnitten. Man begann daher, Starkbier so lange in Holzfässern zu lagern, bis der Alkoholgehalt an Wein ran reichte. Der Geschmack ist beerig, schokoladig.
Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 12%

Weizenbiere

Beim obergärigen Weizenbier spielt der Hopfen eine untergeordnete Rolle, während die Betonung auf der Hefe liegt. Für die Herstellung werden 70 Weizenmalz verwendet wodurch feine Noten von Birne, Banane und Gewürznelke entstehen.
Der Alkoholgehalt liegt bei ca. 4,5-5,5%

Fazit

Wer gerne Bier trinkt (und mal ehrlich, wer tut das nicht?), mach mit Sicherheit keinen Fehler, sich an dem einen oder anderen Craft Beer zu versuchen. Mittlerweile existieren sogar ganze Craft Beer Messen auf denen man sich durch alle möglichen Sorten durchprobieren kann, um seine ganz persönliche Lieblingssorte zu finden. Da der Kreativität beim Craft Beer Brauen keine Grenzen gesetzt sind, dürfte das ein längerfristiges Hobby werden.

Was haltet ihr vom neuen Trend? Habt ihr schon Craft Beer probiert?

Craft Beer Kennenlern Paket Deutschland (12 x 0.33 l)
  • Der ideale Einstieg: "Join the Craft Beer Revolution!" Stopp die Massenbierhaltung & entdecke die unwiderstehliche Vielfalt mit 12 Flaschen Craft Beer aus Deutschland
  • Genießen Sie einzigartige, kreative und liebevoll in der Heimat gebraute Biere
  • 2x Crew Republic Drunken Sailor India Pale Ale, 2x Riedenburger Dolden Sud IPA, 2x Bayerisch Nizza Clubbier, 2x Camba Amber Ale, 2x Maisel & Friends Pale Ale, 2x BRLO Pale Ale
  • In diesem Paket wurden verschiedenste Craft Biere zusammengestellt: Von Hopfenbetont und herb bis hin zu hefebetont und malzig-süß. Perfekt zum probieren und herausfinden der persönlichen geschmacklichen Vorlieben.