Rasierutensilien

Richtig rasieren ohne Hautirritationen

Der eine Mann liebt seinen Vollbart, genauso ist das Barthaar- und stoppelfreie Gesicht für den anderen Mann Schönheitsideal. Während der Bartliebhaber mehr mit Knoten und Zotteln in seinem Wuchs zu kämpfen hat, so hat der Bart-Frei-Haar-Liebhaber oft mit Hautirritationen zu kämpfen, die nicht nur unschön aussehen, sondern zuweilen auch schmerzhaft sein können. Rasurbrand, Haareinwuchs und allgemeine Irritationen nach der Rasur sind nur einige, wenige der ungewünschten ‘Nebeneffekte’ beim Rasieren. Was kann der Mann von heute unternehmen, damit die Rasur nicht zur morgendlichen Herausforderung wird? Wie rasiert Mann sich richtig? Sechs Schritte wie ein jeder Mann sei Gesicht nicht nur von Barthaaren befreien kann, sondern dies auch ohne Schnitte, Irritationen und Rasurbrand hinbekommt, werden im Folgenden vorgestellt.

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Die richtige Rasurtechnik kann ein in Mitleidenschaft gezogene Rasurgesicht in ein irritationsfreies und vor allem glattes Männergesicht verwandeln. Richtig rasieren in 6 Schritten: Analysieren, Reinigen, Vorbereiten, Rasieren, Beruhigen und Feuchtigkeit.

Studieren geht vor Probieren

Jedes Gesicht ist anders. Jeder Bartwuchs ist anders. Bevor man sich also Hals über Kopf mit dem Rasier daran macht das ungeliebt Barthaar zu entfernen, bietet es sich an, sich die ein oder andere Minute Zeit zu nehmen und seinen Bartwuchs genauer unter die Lupe zunehmen. In welche Richtung wächst das Haar? Das ist die entscheidende Frage. Nimmt man sich einmal wirklich die Zeit dazu, nicht nur sein Gesicht, sondern auch seine unterschiedlichen Haarwuchspartien und Gesichtsfelder zu untersuchen und sich mit seinem ganz persönlichen Bartwuchs vertraut zu machen, so kann man die meisten Irritationen bei der Rasur verhindern. Ist das Barthaar übrigens etwas länger, so lässt sich die Bartwuchsrichtung besser und einfacher bestimmen.

Wie sieht es mit den Gesichtsfeldern aus? In der Regel unterscheidet man vier zentrale Felder: Die linke und die rechte Gesichtshälfte sowie die linke und die rechte Halsseite. Nase und Adamsapfel bilden dabei die Mittellinie. Studieren Sie diese vier Bereiche ihres Gesichts ausführlich und finden Sie heraus, wie ihr Barthaar von den Folliken heraus wächst.

Wer die Wuchsrichtung seiner Barthaare kennt, de kann nicht nur Reizungen verhindern und minimieren, sondern sich auch vor einwachsenden Haaren und Schnitten schützen. Es gilt übrigens immer mit der Wuchsrichtung den Bart zu rasieren. Damit kann man 70 bis 80 Prozent der Barthaarlänge problemlos reduzieren.
Eine einmal gründlich vorgenommene Analyse ist der erste Schritt zur perfekten, irritationsfreien Rasur. Also, nehmen Sie sich die Zeit dafür.

Vorher Reinigen verhindert Entzündungen

Das Reinigen ist nicht nur ein zentraler Aspekt der allgemeinen Gesichtspflege, sondern auch gleichzeitig die erste Vorbereitung für eine gute Rasur. Dabei ist es meistens schon ausreichend, wenn mit heißem Wasser und einem natürlichen Gesichtsreiniger das Gesicht und der Bart gewaschen und gereinigt wird. Eine gute und gründliche Reinigung sind es dann auch, die Keime, Bakterien und Viren vom Gesicht befreien und deren Eindringen in die sich beim Rasieren öffnenden Poren verhindern. Ein weiterer Schritt Entzündungen vorzubeugen.

Warum soll heißes Wasser zum Reinigen verwendet werden? Ganz einfach. Heißes Wasser entspannt nicht nur die Poren, in denen die Haarfollikel sitzen, sondern es weitet auch die Blutgefäße. Damit kann viel sensibler rasiert werden, denn die Haarfollikel sitzen elastischer in in den Poren, lassen sich einfacher entfernen und mit weniger Krafteinsatz aus den Poren lösen.

Wer die Zeit hat und sein Gesicht auf besonders sanfte Weise auf die Rasur vorbereiten möchte, der kann auch ein heißes Tuch auf seine Barthaare auftragen. Es reicht dabei schon aus, das Tuch 30 Sekunden auf der Haut zu lassen. es sollte aber nie länger als bis zu drei Minuten auf der entsprechenden Hautpartie sein.

Auch ideal ist die Rasur nach einer heißen Dusche. Die Gesichtsporen sind geweitet und die Gesichtshaut ist entspannt. Für besonders weiche und schöne Gesichtshaut bietet es sich auch an, die Reinigungslotion durch ein Peeling zu ersetzen. Dies ist einmal pro Woche ausreichend. Der Vorteil eines Peeling? Es gibt nicht nur Feuchtigkeit und wichtige Mineralien an die Haut zurück, sondern entfernt auch schonend abgestorbene Hautpartikel.

Richtig rasieren: Vorbereitung ist alles


Ist das Gesicht gereinigt, so geht es an die Feinvorbereitung. Die Verwendung eines Pre-Shave Öls ist dabei immer anzuraten. Es schützt nicht nur die Haut durch einen feinen Film, es weicht auch zusätzlich die harten Barthaare auf. Das Öl wird dabei gegen die Bartwuchsrichtung in Haut und Haar einmassiert.

Besonders profitiert empfindliche Haut von der Verwendung von Rasieröl. Das Öl bildet einen schützenden Film zwischen Haut und der Rasierklinge. Das beugt Schnitten und Rasurbrand vor.

Ran an den Rasierer!

Nun ist es soweit. Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen und das Rasieren kann in Angriff genommen werden. Trotz des Rasieröls ist die Anwendung einer Rasiercreme, -seife oder auch -gels Pflicht. Auch hier wird eine erneute Schutzschicht zwischen Klinge und Haut geschaffen, die ein sanftes Rasieren und Entfernen der Barthaare ermöglicht.


Mit einem Rasierpinsel erreicht man übrigens das beste Ergebnis. Warum? Weil durch die kreisenden Pinselbewegungen sich die bereits weichen Barthaare aufrichten. Bei Kotletten und Spitzbart ist übrigens geraten ein besonders starkes Rasiergel zu verwenden.

Wie sieht es aus mit der zu wählenden Rasierklinge. Einfacher Rasierhobel oder Mehrklingensystem? Wer Verfechter der Nassrasur ist, der wird mit ein wenig Übung den Rasierhobel bevorzugen. Doch auch ein Mehrklingensystem führt zum richtigen Ergebnis. Für beide Techniken gilt jedoch: Die Klinge muss scharf sein! Wer mit stumpfen und abgenutzten Klingen rasiert, der tut sich und seinem Gesicht sicherlich keinen Gefallen.
Ob Einfach- oder Mehrfachklinge, die Klinge muss vorbereitet werden. Je mehr die Klinge vorgewärmt wird, desto besser ist das Rasurergebnis. Denn heißer Stahl schneidet einfach besser. Ein gründliches Zwischenspülen und Nachwärmen der Klinge sind auch vorteilhaft.

Nun kommt die Technik ins Spiel. Am Besten beginnt man an den unteren Koteletten. Hier zu die Klinge parallel zum Kotlettenende ansetzen und IN Bartwuchsrichtung, mit kurzen, nicht zu starken Zügen rasieren. In manchen Fällen bietet es sich an die Haut zusätzlich straff zu ziehen. Durch die Haut- und Gesichtsspannung werden die Poren ebenfalls geweitet und die Entfernung des Haares funktioniert umso besser.

Jetzt nicht die Orientierung verlieren und in Sektionen vorgehen. Der Kinnbereich wie auch der Oberlippenbereich sind immer zu letzt zu rasieren. Denn hier sind die Barthaare besonders hart und stark. Je länger die Rasiercreme einwirken kann, desto besser ist es für die Rasierklinge.

Auch der Druck ist entscheidend. Zuviel Druck führt zu schnellen und unangenehmen Hautirritationen. Nähern sie sich dem Kiefer- und Kinnbereich, so kommen sie bloß nich auf die Idee, um die ‘Ecke’ zu rasieren. Da handelt mans ich schneller einen Schnitt ein, als einem lieb ist. Im Kieferbereich wird übrigens QUER zur Wuchsrichtung rasiert.

Beruhigende Nachbehandlung

Alle unliebsamen Haare entfernt? Dann noch schnell das Gesicht abspülen und mit Gesichtsreiniger und After Shave versorgen. Das After Shave sollte mild sein. Teebaumöl hat hier eine sehr heilende und beruhigende Wirkung und empfiehlt sich für die Anwendung daher besonders gut. Außerdem wirkt es desinfizierend und antibakteriell. Bevor das Öl aufgetragen werden kann, sollte übrigens das Gesicht mit kaltem Wasser abgewaschen werden. So wie das heiße Wasser die Poren weitet, so schließt das kalte Wasser eben diese.

Etwas Feuchtigkeit schadet nie

Eine Rasur beansprucht das Gesicht. Es wird die oberste Hautschicht entfernt und das Bilden einer neuen Schicht bedarf Zeit und Pflege. Hier kann mit ein wenig Feuchtigkeit nachgeholfen werden. Feuchtigkeitscremes enthalten darüber hinaus besonders viele Mineralien und Vitamine, die der Haut in ihrer Regeneration weiterhelfen. Außerdem halten Sie ihre Gesichtshaus weich und elastisch.

Wie rasiert ihr euch? Alles zu aufwändig, lieber mal eben mit dem Braunrasierer im Auto? Oder doch eher die Zeremonie mit Rasierklinge?